16.09.2019

Die 6 häufigsten Bekleidungsfehler beim Segeln

Gerade wenn man zum ersten Mal auf einem Segelschiff unterwegs ist, kann man leicht zur falschen Bekleidung für den Törn greifen. Wir möchten Dir mit diesem Artikel helfen, damit Du mit der richtigen Ausrüstung auf die Yacht kommst. Im Folgenden haben wir die häufigsten Fehler aufgeführt, die Neu-Seglern bei der Auswahl ihrer Bekleidung für den Segeltörn unterlaufen:

1. Nicht atmungsaktive Bekleidung tragen

Segeln ist ein Sport. Und so kommt man hier – z.B. beim Setzen oder dicht holen der Segel – auch ins Schwitzen. Ist die Bekleidung hier nicht atmungsaktiv, kann die entstehende Feuchtigkeit nicht entweichen. Man beginnt auszukühlen und fängt an zu frieren. Aus diesem Grund ist bei der Auswahl der Kleidung für den Törn darauf zu achten, dass diese atmungsaktiv ist. Hochwertige Segeljacken und Segelhosen, wie z.B. aus der Serie BR2 von Musto sind höchst atmungsaktiv und damit optimal für Deinen Törn geeignet.

Fleece, ebenso wie hochwertiges Ölzeug ist atmungsaktiv

2. Das falsches Schuhwerk wählen

Schuhe mit Absätzen sind zum Segeln nicht geeignet
Turnschuhe eignen sich zum Segeln

Auf das richtige Schuhwerk gilt es aus verschiedenen Gesichtspunkten zu achten. Zum einen sind die Decksoberflächen von Jollen und Yachten empfindlich, zum anderen geht es beim Segeln auch mal nass zu – Du sollst aber dennoch trockene Füße behalten. Schuhe, die auf dem Schiff getragen werden, dürfen keine Absätze besitzen, da diese ein Teak- oder Kunststoffdeck beschädigen könnten. Auch darf die Sohle keine farblichen Spuren hinterlassen – so wie es auch in Turnhallen der Fall ist. Die richtigen Schuhe erfüllen diese Bedingungen und sind zudem noch schnell trocknend oder gar wasserdicht. Für Segelanfänger eignen sich somit Turnschuhe, wenn das Wetter angenehm warm ist und es weder regnet, noch die Füße Wasser von Wellen ausgesetzt sind. Sollte es jedoch kälter sein, regnen oder der Wind so stark sein, dass auch Wellen auf das Deck treffen, so empfehlen sich Gummistiefel.

3. Kleidung aus Baumwolle zur Isolation verwenden

Kleidungs-Etikett Baumwolle
Baumwolle eignet sich nicht
Kleidungs-Etikett 100% Merino-Wolle
Auch Merino Wolle kann zur Isolation eingesetzt werden

Baumwolle ist ein wunderbarer Naturstoff und kann uns warm halten. Für sportliche Aktivitäten, bzw. Betätigungen, die mit dem Wasser zu tun haben, eignet sich Baumwolle jedoch nicht. Warum? Baumwolle nimmt die Feuchtigkeit auf. Tragen wir beim Segeln also Baumwolle zur thermischen Isolation, so würde diese den Körperschweiß aufnehmen – die darüber getragene Segelbekleidung könnte ihrer Aufgabe Atmungsaktivität nicht mehr nachkommen. Aus diesem Grund sind Baumwollmaterialien als Kleidung für das Segeln nicht geeignet. Es gilt hier, auf Lagen aus Kunstfasern (oder auch Merino Wolle) zurückzugreifen, da diese die Feuchtigkeit an die Segelgarderobe abführen können. Es empfiehlt sich generell der Aufbau der Bekleidungsschichten nach dem 3-Lagen-Prinzip.

4. Bekleidung tragen, die nicht wasserdicht ist

Auf dem Wasser ist es nicht unwahrscheinlich, dass es auch mal feucht zugeht. Zum einen können bei stärkerem Wind Wellen übersteigen. Zum anderen kann Regen vom Himmel kommen. Für beide Fälle solltest Du wasserdicht bekleidet sein. Ordentliche Segelbekleidung ist wasserdicht.

5. Die Kleidung besitzt keine ausreichende Bewegungsfreiheit

An Bord muss man sich frei bewegen können. Sei es zum dicht nehmen der Segel mit einer Winsch, zum fieren eines Segels mit der Schot oder um mit dem Ruder das Schiff steuern zu können. Wenn Kleidung hier einschränkend wirkt, dann ist sie nicht zum Segeln geeignet. Achte bei der Auswahl Deiner Segelkleidung darauf, dass diese richtig sitzt.

6. Regenjacke und Regenhose zum Segeln verwenden

Einfache Regenbekleidung ist nicht zum Segeln geeignet. Einerseits ist sie nicht für die rauen Verhältnisse auf See geschaffen, andererseits würde sie die Bewegungsfreiheit einschränken. Qualitative Segelanzüge, so wie bspw. die Serie Musto BR2, haben eine Wassersäule von 15.000 mm und eine Atmungsaktivität von 7.000 g/m². Die Wassersäule beschreibt, wie wasserdicht ein Material ist. So kann man auch längere Regengüsse abwettern. Weiter ist Segelkleidung natürlich winddicht. Und mit einem extra hohen Kragen fühlt man sich an Deck auch wohl, wenn es mal kälter werden sollte. Richtiges Ölzeug – so ein weiterer Begriff für Segelbekleidung – ist als Ausrüstung zum Segeln unabdingbar. Vor allem für Einsteiger lohnt sich die Miete.

Richtig ausgerüstet hast Du eine großartige Zeit auf dem Wasser – bei jedem Wetter!

Zusammenfassend: Um also optimal in das Segelerlebnis starten zu können, empfiehlt sich wasserdichte und atmungsaktive Ausrüstung: Das bedeutet eine richtige Segeljacke und -hose, ein Schichtensystem bestehend aus einem First- und Mid-Layer sowie Turnschuhe oder Gummistiefel als Schuhwerk.

Wenn Du unsere Tipps beachtest, dann kann nicht mehr viel schief gehen. Wir wünschen Dir einen tollen Törn!